Rosenwurz
Rhodiola rhizoma
PFLANZE
Rhodiola rosea
FAMILIE
Dickblattgewächse (Crassulaceae)
VERWENDETES PFLANZENTEIL
Die Wurzel und der unterirdisch kriechende Spross (Rhizom)
BESCHREIBUNG
Die Rosenwurz ist in den arktischen Regionen Asiens und Europas beheimatet, insbesondere in Skandinavien und Sibirien. Sie gedeiht bevorzugt auf feuchten Untergründen wie Moorböden, kommt jedoch auch auf trockenen, sandigen Böden in Hochgebirgslagen vor. Die bis zu 60 cm hohe, mehrjährige Pflanze bildet kräftige, knollige Wurzelstöcke und trägt schwach gezähnte, fleischige Blätter. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September; die männlichen Blüten leuchten in kräftigem Gelb, während die weiblichen gelblich-grün bis rötlich gefärbt sind.
WIRKUNG
In der tibetischen, chinesischen und russischen Volksmedizin wird die Rosenwurz seit Jahrhunderten genutzt. Sie enthält eine Vielzahl bioaktiver Substanzen, darunter Glykoside und Flavonoide, wobei Phenylglykoside wie Rosavin hierbei die Hauptwirkstoffe darstellen. Rosenwurzextrakte wirken als Adaptogene, sie können in Zeiten von Stress und Überlastung zur Stärkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit beitragen. Darüber hinaus findet die Rosenwurz Anwendung bei chronischer Müdigkeit. Ihre antidepressiven und neuroprotektiven Eigenschaften sind inzwischen wissenschaftlich gut dokumentiert.
GESCHMACKSBESCHREIBUNG
bitter, würzig
QUELLEN
Bäumler, S. (2021). Heilpflanzenpraxis Heute. Arzneipflanzenporträts, 3. Auflage, München.
Blaschek, W. (Hrsg.) (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis, 6. Auflage, Stuttgart.