Isländisches Moos
Lichen islandicus
PFLANZE
Cetraria islandica
FAMILIE
Schüsselflechten
VERWENDETES PFLANZENTEIL
Der Thallus
BESCHREIBUNG
Islandmoos oder Isländisches Moos wächst weltweit in Gebirgsregionen sowie auf silikat- und kalkhaltigen Böden in tieferen Lagen der nördlichen Hemisphäre. Die Bezeichnung „Moos“ erscheint hierbei irreführend, da es sich um keine Moospflanze, sondern um eine Flechte handelt. Isländisches Moos ist ausschließlich auf dem Boden anzutreffen, wo sein oliv-bis graugrüner Vegetationskörper (= Thallus) geweihartig verzweigt wächst. Die Pflanze erreicht üblicherweise eine Höhe zwischen 2 und 6 cm - in Ausnahmefällen bis zu 12 cm.
WIRKUNG
Reich an Schleimstoffen wirkt Islandmoos beruhigend und reizmildernd auf die Schleimhaute im Rachenraum sowie im Magen-Darm-Trakt. Als Gurgelmittel wird es beispielsweise bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Reizhusten eingesetzt. Darüber hinaus hat es auch eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.
GESCHMACKSBESCHREIBUNG
schleimig-bitter, fade
QUELLEN
Bäumler, S. (2021). Heilpflanzenpraxis Heute. Arzneipflanzenporträts, 3. Auflage, München.
Blaschek, W. (Hrsg.) (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis, 6. Auflage, Stuttgart.