Kapuzinerkresse
Tropaeoli herba
PFLANZE
Tropaeolum majus
FAMILIE
Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
VERWENDETES PFLANZENTEIL
Das Kraut
BESCHREIBUNG
Die Kapuzinerkresse stammt ursprünglich aus Peru, wo sie traditionell seit langer Zeit in der Volksmedizin genutzt wird. In unseren Breiten ist sie heute eine beliebte Zierpflanze, die aber hier nur einjährig wächst, da sie nicht winterhart ist. Je nach Standort wächst sie kriechend oder kletternd. Von einer Hauptwurzel gehen unterirdische Ausläufer aus, weshalb auch innerhalb einer Wachstumssaison oft größere Flächen bewachsen werden, als man es einer einzigen Pflanze zutraut. An den Stängeln sitzen runde, etwa 3 bis 5 cm große Blätter von mattgrüner Farbe, deren Oberfläche durch eine ausgeprägte Cuticula oft fein körnig gepunktet erscheint. Die großen, zarten Blüten der krautigen Pflanze sind helmförmig, gespornt und leuchtend orangerot gefärbt. Von Juni bis September reicht die Blütezeit. Als Frucht bildet die Kapuzinerkresse eine dreiteilige Spaltfrucht mit runzeliger Oberfläche und lockerem, schwammigem Gewebe.
WIRKUNG
Kapuzinerkresse weist aufgrund der enthaltenen Glucosinolate (Senfölglykoside) antibiotische Eigenschaften auf. Sie wird daher gerne prophylaktisch als Unterstützung in der Erkältungszeit eingesetzt. Zusätzlich ist sie harntreibend und aus diesem Grund ein beliebtes Mittel bei Harnwegsbeschwerden. Nachgewiesen wurden ferner virostatische und antimykotische Effekte.
GESCHMACKSBESCHREIBUNG
ähnlich wie Kresse, aber milder
QUELLEN
Bäumler, S. (2021). Heilpflanzenpraxis Heute. Arzneipflanzenporträts, 3. Auflage, München.
Blaschek, W. (Hrsg.) (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis, 6. Auflage, Stuttgart.