März 25, 2025

7 Kräuter für die Fastenzeit

Welche Kräuter beim Fasten helfen

Die Fastenzeit ist eine 40-tägige Periode des bewussten Verzichts und der inneren Einkehr. In vielen Fällen geht es nicht darum, komplett auf Nahrung zu verzichten, sondern vielmehr um ein Überdenken alter Gewohnheiten und um die temporäre Entlastung des Stoffwechsels.

Kräuter können diesen Prozess auf natürliche Weise unterstützen – sei es durch positive Effekte auf die Verdauung und das Wohlbefinden oder aufgrund ihrer entschlackenden Eigenschaften. In diesem Artikel lernen Sie 7 wertvolle Kräuter kennen, die Sie ideal durch die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern begleiten.



Fasten mit Kräutern


Im Zuge des Fastens spielt die Entlastung der Stoffwechselorgane Leber, Galle, Nieren, Blase und Darm eine zentrale Rolle. Bestimmte Kräuter haben sich dabei als besonders wertvoll und hilfreich erwiesen, da diese unter anderem:

  • die Verdauung unterstützen,

  • die Funktion von Leber, Nieren und Blase fördern,

  • die Harnmenge erhöhen,

  • entzündungshemmend und antioxidativ wirken,

  • das Immunsystem stärken

  • und einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt unterstützen.


So regen bitterstoffhaltige Heilkräuter wie Löwenzahn, Schafgarbe oder Kalmus zum Beispiel die Bildung der Verdauungssäfte an. Die hochwirksamen ätherischen Öle in Pfefferminze und Fenchel beruhigen wiederum den Darm und entlasten bei Krämpfen. Entwässernde Kräuter wie Brennnessel, Heidekraut oder Birkenblätter unterstützen die Ausscheidungsfunktion von Nieren und Blase.

Tipp: Spezielle Fastentees vereinen die Wirkstoffe verschiedener Fastenkräuter. Mit kräftigenden, harntreibenden und verdauungsfördernden Zutaten sind diese Kräutermischungen die perfekten Begleiter für die Fastenzeit. Ein zusätzlicher Vorteil: Durch das Trinken von Fastentees fällt gleichzeitig die in dieser Phase besonders wichtige Flüssigkeitsaufnahme leichter. Eine ausreichende Hydration unterstützt nicht nur die Nierenfunktion, sondern fördert auch die körpereigene Entgiftung.

Die vier Tees unserer DR. KOTTAS Detox-Kur eignen sich ideal zum Einstieg. Weitere Heilkräutertees für die Fastenzeit finden Sie in unserem KOTTAS Kräuterhaus Online-Shop.



7 Fastenkräuter im Überblick


Birke, Löffelkraut, Gänseblümchen, Brennnessel, Stiefmütterchen und Co.: Die Pflanzenwelt hält eine Vielzahl grüner Unterstützer für die Fastenzeit bereit. Im Folgenden stellen wir sieben Kräuter zum Fasten etwas ausführlicher vor und zeigen, wie sie den Fastenprozess fördern können.



1. Heidekraut (Calluna vulgaris)

Vorkommen: Heidekraut- oder Erikakraut ist auf Heiden, in trockenen Wäldern, auf Hochmooren und Sanddünen in nahezu ganz Europa anzutreffen. Der hellviolett bis rosa blühende Zwergstrauch aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) wächst ebenfalls in Russland, Kleinasien und Nordamerika.

Inhaltsstoffe: Entscheidend für die Wirksamkeit ist der hohe Gehalt an Flavonoiden (unter anderem Kämpferol und Quercetin), Catechin-Gerbstoffen und Kaffeesäurederivaten wie Chlorogensäure. Enthalten sind zudem Triterpene, Phytosterole und Arbutin.

Wirkung: Schon bei Sebastian Kneipp (1821–1897) galt das Heidekraut als effektives „Blutreinigungsmittel“. Der deutsche Naturheilkundler empfahl es bei Rheuma und Gicht. Heidekraut wirkt diuretisch und wird traditionell bei Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege genutzt. Nachgesagt werden ihm zudem antibakterielle, angstlösende, entzündungshemmende, antioxidative und chemoprotektive (vor chemischen Einflüssen schützende) Eigenschaften. Umfassende Studien zu den postulierten Wirkungen und zur Anwendung stehen derzeit jedoch noch aus.



2. Brennnessel (Urtica dioica)

Vorkommen: Vertreter der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) sind abgesehen von der Antarktis auf allen Kontinenten anzutreffen. Als Arzneipflanze von Bedeutung und in Österreich und weiten Teilen Europas heimisch sind die Große Brennnessel (Urtica dioica) sowie die einjährige Kleine Brennnessel (Urtica urens).

Inhaltsstoffe: Die Brennnessel ist nährstoffreich und wird aus diesem Grund als Lebensmittel geschätzt. Ihre Blätter enthalten wertvolle Flavonoide (wie Luteolin und Quercetin), Anthocyane, Silikate, Scopoletin, Sitosterol sowie Kaffeesäureester. Sie sind reich an Polyphenolen, Mineralstoffen, Vitaminen (C, K, Provitamin A) und Chlorophyll. Die Wurzel enthält ein spezielles Lektin (UDA = Urtica dioica Agglutinin), das relativ hitzeunempfindlich und säureresistent ist und ersten Untersuchungen nach antiviral wirken könnte.

Wirkung: In erster Linie ist die Brennnessel für ihre harntreibende Wirkung bekannt. Ihre Blätter und Wurzeln tragen zur Vermehrung der Harnmenge bei und unterstützen die Ausscheidungsfunktion der Nieren. Brennnesseltee wird oft bei Infekten der Harnwege und für Durchspülungstherapien empfohlen. Außerdem stärkt die Brennnesselwurzel die Prostata und ist daher auf der Zutatenliste vieler Männertees zu finden. Als blutbildendes und entgiftendes Mittel ist die Brennnessel in der Volksmedizin seit jeher von großer Bedeutung.



3. Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Vorkommen: Mit ihren vielen Arten, Unterarten und Varietäten ist die Gattung Taraxacum aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) in verschiedenen Regionen der Nordhalbkugel beheimatet. Der Gewöhnliche Löwenzahn verträgt Frost und Trockenheit gut und fühlt sich auf Wiesen und an Wegrändern am wohlsten. Für die Gewinnung der Arzneidroge Taraxaci radix cum herba (Löwenzahnwurzel mit Kraut) werden Wildsammlungen und Pflanzen aus Kulturen herangezogen.

Inhaltsstoffe: Ausschlaggebend für die diuretische Wirkung der Pflanze sind die enthaltenen Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone). Die Wurzeln des Löwenzahns enthalten das Triterpen Taraxasterol, das entzündungshemmend wirkt. Des Weiteren sind Phytosterole sowie Phenolcarbonsäuren enthalten.

Wirkung: Als sogenanntes „Blutreinigungsmittel“ wird Löwenzahn bereits seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin geschätzt. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe fördert das Korbblütengewächs die Gallensekretion. Löwenzahn wirkt überdies diuretisch und schmerzhemmend. Arzneilich verwendet wird er etwa zur Wiederherstellung und Stärkung der Leber- und Gallefunktion, bei Appetitlosigkeit und bei Krankheitsbildern, bei denen eine verstärkte Harnausscheidung forciert wird. In unserem KOTTAS Kräuterhaus Kräutertee für den Stoffwechsel sowie im KOTTAS Kräuterhaus Kräutertee für Galle und Leber ist die vielseitige Arzneipflanze ebenfalls enthalten.



4. Stiefmütterchen (Viola tricolor)

Vorkommen: Zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) gehörend, ist das Wilde Stiefmütterchen (alternativ Ackerveilchen genannt) mit zahlreichen Unterarten und Varietäten in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens verbreitet. Es stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden und wächst häufig als Unkraut auf sandigen Äckern oder Felsfluren.

Inhaltsstoffe: Stiefmütterchen zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Schleimstoffen (rund 10 %) aus. Außerdem enthalten sie viele wertvolle Flavonoide. In den Blüten finden sich Anthocyane mit Violanin als Hauptkomponente. Weitere wichtige Bestandteile sind 2 bis 5 % Gerbstoffe, Carotinoide sowie Ascorbinsäure (Vitamin C).

Wirkung: Das Kraut des Wilden Stiefmütterchens weist ein vielfältiges Wirkprofil auf. Dokumentiert sind seine entzündungshemmenden, antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaften. Bei Hauterkrankungen wie trockenen Ekzemen soll es äußerlich und innerlich angewendet kortisonähnlich wirken. In der Volksheilkunde wird das Stiefmütterchen traditionell als stoffwechsel- und ausscheidungsförderndes Mittel eingesetzt.
Gemeinsam mit anderen Fastenkräutern findet sich das Stiefmütterchen in unserem DR. KOTTAS Entschlackungstee aus der Detox-Serie.



5.Löffelkraut (Cochlearia officinalis)

Vorkommen: Das Echte Löffelkraut – ein Vertreter der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) – ist auf der gesamten Welt verbreitet, zum Beispiel in Nord- und Mitteleuropa, Nordamerika und Asien. Die zwei- bis mehrjährige Pflanze wächst in verschiedenen Unterarten in der Nähe von Meeresküsten auf salzhaltigem Boden, weitaus seltener auch in Feuchtwiesen im Binnenland.

Inhaltsstoffe: Wesentlicher Bestandteil des Krauts ist ein Gemisch aus Glucoinolaten – insbesondere Glucocochlearin. Ebenfalls enthalten sind unter anderem Flavon- und Flavonolglykoside, ätherisches Öl sowie Ascorbinsäure (Vitamin C).

Wirkung: Zur arzneilichen Anwendung von Löffelkraut gibt es bislang nur begrenzte wissenschaftliche Erkenntnisse. Die stoffliche Zusammensetzung legt eine appetit- und verdauungsfördernde sowie harntreibende Wirkung nahe. In der Volksmedizin kommt das Kraut seit langem im Zuge von Frühjahrskuren und als „Blutreinigungsmittel“ zum Einsatz.



6. Pfefferminze (Mentha × piperita)

Vorkommen: Als reine Kulturpflanze wird die Pfefferminze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) in verschiedenen Regionen der Welt angebaut, zum Beispiel in Mitteleuropa und Nordamerika. Sie entstand wahrscheinlich durch gezielte Kreuzung mehrerer Minze-Arten in Großbritannien. Das Lippenblütengewächs hat einen hohen Wasserbedarf und gedeiht am besten auf humus- und nährstoffreichen Böden.

Inhaltsstoffe: Für das vielfältige Wirkprofil der Blätter verantwortlich ist vor allem das ätherische Öl (auch als „Pfefferminzöl“ gehandelt) mit den beiden Hauptkomponenten Menthol und Menthon. Hinzu kommen Flavonoide und Phenolcarbonsäuren (Lamiaceen-Gerbstoffe) wie Rosmarinsäure oder Chlorogensäure.

Wirkung: Die Pfefferminze weist ein breites Wirk- und Anwendungsspektrum auf. Pfefferminztee* findet bei unterschiedlichen Beschwerden Verwendung. Durch das ätherische Öl und die Flavonoide wirken Pfefferminzblätter galletreibend. Sie stimulieren die Bildung von Speichel, Galle und Magensaft und wirken somit verdauungsfördernd und appetitanregend. Die adstringierenden und diuretischen Eigenschaften sind auf die enthaltenen Gerbstoffe zurückzuführen.



7. Gelbwurz (Curcuma longa)

Vorkommen: Die sogenannte Indische Gelbwurz, besser bekannt als Curcuma, gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und stammt vermutlich aus Indien, genauer gesagt aus der Region rund um den Bundesstaat Bihar. Heute wird sie vornehmlich in Kulturen in verschiedenen Regionen der Welt angebaut, zum Beispiel in den tropischen Gebieten Afrikas und Südostasiens.

Inhaltsstoffe: Relevant ist der – eigentlich fälschlich als „Wurzel“ bezeichnete – unterirdische Spross der Curcuma (=Gelbwurzel). Dieser enthält rund 3 bis 8 % Curcuminoide – darunter hauptsächlich Curcumin, das für die intensiv orange-gelbe Färbung verantwortlich ist. Darüber hinaus finden sich in Curcuma etwa 2 bis 7 % ätherisches Öl sowie Diterpenaldehyd, Hydroxyzimtsäurederivate wie Kaffeesäure und das antioxidativ wirkende Peptid Turmerin.

Wirkung: Das Wirkspektrum der Gelbwurzel ist breit gefächert. Curcuminoide und ätherisches Öl fördern die Magensaftsekretion und weisen eine galletreibende Wirkung auf. Außerdem zeichnet sich die Gelbwurz durch eine beachtliche antiinflammatorische Eigenschaft sowie antibakterielle und antivirale Effekte aus. In der Volksmedizin dient Curcuma seit langem als wichtiges Karminativum, als Gewürz wird sie vielen Gerichten zur Förderung der Verdauung beigemischt. Arzneilich findet die Wurzel im Zuge der symptomatischen Behandlung unterschiedlicher Magen-Darm-Beschwerden Verwendung.
Enthalten ist Curcuma unter anderem in unserem DR. KOTTAS Detox-Tee BIO oder im KOTTAS Kräuterhaus Detox-Curcuma-Tee.



*Dieses Arzneimittel ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das ausschließlich auf Grund langjähriger Verwendung für die genannten Anwendungsgebiete registriert ist. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.




Quellen:
Bäumler, S. (2021). Heilpflanzenpraxis Heute. Arzneipflanzenporträts, 3. Auflage, München.
Blaschek, W. (Hrsg.) (2016). Wichtl – Teedrogen und Phytopharmaka: Ein Handbuch für die Praxis, 6. Auflage, Stuttgart.
Cucu, A.-A., Baci, G.-M., Cucu, A.-B., Dezsi, S., Lujerdean, C., Hegedus, I. C., Bobis, O., Moise, A. R., & Dezmirean, D. S. (2022). Calluna vulgaris as a Valuable Source of Bioactive Compounds: Exploring Its Phytochemical Profile, Biological Activities and Apitherapeutic Potential. Plants, 11(15), 1993.
Di Napoli, A., & Zucchetti, P. (2021). A comprehensive review of the benefits of Taraxacum officinale on human health. Bulletin of the National Research Centre, 45(1), 1–7.
Jyotirmayee, B., & Mahalik, G. (2022). A review on selected pharmacological activities of Curcuma longa L. International Journal of Food Properties, 25(1), 1377–1398.
Saqib, S., Ullah, F., Naeem, M., Younas, M., Ayaz, A., Ali, S. & Zaman, W. (2022). Mentha: Nutritional and Health Attributes to Treat Various Ailments Including Cardiovascular Diseases. Molecules (Basel, Switzerland), 27(19), 6728.
Trevisan S.C.C., Menezes A.P.P., Barbalho S.M. & Guiguer É.L. (2017). Properties of Mentha piperita: A brief review. World J. Pharm. Med. Res. 2017(3), 309–313.
Taheri, Y., Quispe, C., Herrera-Bravo, J., Sharifi-Rad, J., Ezzat, S. M., Merghany, R. M., Shaheen, S., Azmi, L., Prakash Mishra, A., Sener, B., Kilic, M., Sen, S., Acharya, K., Nasiri, A., Cruz-Martins, N., Tsouh Fokou, P. V., Ydyrys, A., Bassygarayev, Z., Dastan, S. D., … Mota da Silva, L. sa. (2022). Urtica dioica-Derived Phytochemicals for Pharmacological and Therapeutic Applications. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2022(NA), 4024331–30.

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