Räuchern zu Lughnasadh/Lammas
Mit Ritualen wie dem Räuchern lässt sich die Zeit um Lughnasadh bewusst gestalten und der Übergang in die
Erntezeit achtsam begleiten. Ausgewählte Räucherpflanzen und ihre Düfte unterstützen dabei, eine Atmosphäre der Fülle, der Dankbarkeit und des Wandels entstehen zu lassen. Im KOTTAS Kräuterhaus und in unserem
Online-Shop finden Sie
hochwertiges Räucherwerk sowie passendes
Zubehör, von
einzelnen Kräutern bis hin zu harmonisch abgestimmten
Mischungen.
Wenn Sie an Lammas bzw. Lughnasadh räuchern möchten, haben wir im Folgenden eine
Auswahl an Räucherpflanzen für diese besondere Zeit im Jahreskreis zusammengestellt:
Alant (Inula helenium)
Der Alant gehört zu den klassischen Räucherpflanzen mit sehr langer Tradition und ist häufig
Bestandteil von Reinigungsritualen und reinigenden Mischungen, wie etwa unserer
Räuchermischung Hausreinigung. Zum Räuchern verwendet werden vor allem die getrockneten Wurzeln, deren
warm-süßlicher, leicht würziger Duft für eine angenehme Atmosphäre sorgt und die Stimmung hebt. Mit seinen wärmenden, kräftigenden Eigenschaften eignet sich Alant
ideal für Räucherungen an Lughnasadh. Im Alpenraum ist er meist Bestandteil der
Kräuterbuschen, die zur
Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt (15. August) gebunden werden.
Beifuß (Artemisia vulgaris)
Beifuß gehört zu den klassischen
Schutz- und Reinigungskräutern. Sein Rauch schafft eine ausgleichende Atmosphäre und erleichtert die innere Klärung und Stärkung der Intuition. Sein
würzig-erdiger, leicht wacholderartiger Duft hilft, belastende Einflüsse hinter sich zu lassen. Bei den Kelten spielte Beifuß eine wichtige Rolle rund um die
Sommersonnenwende (Johanni). Dem Brauch nach sprangen Frauen mit
geflochtenen Beifußgürteln über die Sonnwendfeuer und verbrannten diese anschließend darin. Von diesem Ritual versprachen sie sich Glück, Fruchtbarkeit und Gesundheit.
Hinweis: Empfindliche Personengruppen wie Kranke, Schwangere und Kinder sollten Beifuß nicht verräuchern!
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Als Heilpflanze ist das Johanniskraut für seine
stimmungsaufhellenden Eigenschaften seit langer Zeit bekannt. Auch als Räucherpflanze gilt es als beruhigend, angstlösend und stimmungsaufhellend. Sein
süßlich-lieblicher Duft hilft, innere Anspannung zu lösen und
in belastenden Lebensphasen eine harmonische Atmosphäre entstehen zu lassen.
Schon in vorchristlicher Zeit, besonders bei den Kelten, war Johanniskraut eng mit der
Sommersonnenwende verbunden. An diesem längsten Tag des Jahres wurde es geerntet und galt somit als Sinnbild für die Kraft der Sonne, die das Gemüt erhellt. Das
getrocknete, blühende Kraut ist außerdem Namensgeber und fester
Bestandteil des Johannisbüschels. Es wird bei aufziehenden Gewittern verräuchert und kann bei „dicker Luft“ für Klärung sorgen.
Königskerze (Verbascum densiflorum)
Als
ermutigende, schützende und reinigende Pflanze ist die Königskerze seit jeher Bestandteil des traditionellen Kräuterbuschens, der zu Mariä Himmelfahrt gebunden wird. Um die
Atmosphäre in Wohnräumlichkeiten zu beruhigen, wird sie oft bei aufziehenden Gewittern verräuchert. Deshalb ist sie in manchen Regionen unter Namen wie
Donner- und Blitzkerze, Himmelsbrand oder Wetterkerze bekannt. Ihre Blätter, Blüten und Samen entwickeln beim Verräuchern einen angenehmen
honigartigen, süßlichen Geruch. Sie verbindet die
Kraft der leuchtenden Sonne mit dem Licht, das in uns lodert, und unterstützt die Intuition.
Mariengras (Hierochloe odorata)
Das Duftende Marienkraut hat als
Heil- und Räuchermittel bei den indigenen Völkern Europas und Nordamerikas eine lange Geschichte. Um böse Geister zu vertreiben, wurde es zu Zöpfen gebunden und daraufhin verbrannt. Der
christlichen Tradition nach wurde das getrocknete Kraut zur
Verehrung der Jungfrau Maria genutzt. Ihm werden segnende, harmonisierende und stimmungsaufhellende Eigenschaften nachgesagt. Es duftet beim Verräuchern
leicht nach Heu und durch das enthaltene
Cumarin zudem etwas süßlich.
Rose (Rosa)
Die
lieblich-blumig duftenden
Blütenblätter der Rose finden sich in zahlreichen Räuchermischungen, beispielsweise in unserer
KOTTAS Kräuterhaus Liebesräuchermischung. Zu Mariä Himmelfahrt werden sie gerne in den Kräuterbuschen eingebunden, welcher dann zum
Schutz vor Unwettern oder später in den Raunächten verräuchert wird. Beim Verräuchern entfalten sich ihre entspannenden sowie belebenden Eigenschaften zugleich. Sie bringen gute Laune und inneren Frieden. Ebenso wird ihnen nachgesagt, dass sie
negative Energien neutralisieren und Ängste mildern können.
Wermut (Artemisia absinthium)
Seit
über drei Jahrtausenden ist Wermut der Menschheit bekannt. Schon im Altertum diente er als Heilpflanze, später wurde er als wesentlicher Bestandteil von Absinth bekannt. In vielen Kulturen der Welt erfreut er sich als Räuchermittel großer Beliebtheit. Mit
reichlich Bitterstoffen entwickeln die getrockneten Blüten und Blätter der Pflanze bei Räucherungen einen würzig, leicht kampferartigen Duft. Er wird im Alpenraum gerne für
Schutzräucherungen verwendet, gilt als reinigend und stärkend. Zu Mariä Himmelfahrt kommt Wermut vielerorts beim Binden des althergebrachten Kräuterbuschens zum Einsatz.
Hinweis: Schwangere und empfindliche Personen sollten auf Räucherungen mit dem intensiv duftenden Wermut verzichten!
Fazit
Neben Imbolc, Samhain und Beltane bietet Lughnasadh bzw. Lammas einen passenden Zeitpunkt, sich mit der Natur zu verbinden und
im Einklang mit den Rhythmen des Jahreskreises zu sein. Rituale wie das Räuchern können den Übergang vom Hochsommer in die ruhigere Jahreszeit stimmungsvoll begleiten. Mit Kräutern wie Wermut, Rosenblüten oder Beifuß lassen sich passende Räucherrituale gestalten.
Wenn Sie neu ins Räuchern einsteigen möchten und Orientierung suchen, finden Sie in unserem
Blog zum Räuchern eine übersichtliche Einführung. Eine große Auswahl an
Räucherprodukten,
Zubehör sowie
Räucherstäbchen und -kegeln erhalten Sie im
KOTTAS Kräuterhaus Online-Shop oder direkt im KOTTAS Kräuterhaus in 1010 Wien.
Quellen:
Kinkele, T. (2020). Heimische Räucherpflanzen. Räucherduft und Ritual im Jahreslauf. Windpferd.
Kleiß, H. (2015). Räuchern zu heiligen Zeiten: Rituale im Jahreskreis. Freya.
Thöni-Kohler, M. (2022). Räuchern in den Alpen: altes Wissen und stärkende Rituale für alle Lebenslagen. Tyrolia-Verlag.