Räuchern zu Imbolc & Lichtmess
Für Räucherungen an Imbolc oder Mariä Lichtmess eignen sich Räucherpflanzen mit
reinigenden, klärenden und belebenden Eigenschaften am besten. Hier einige Empfehlungen:
Alant
Als Zutat von reinigenden Mischungen wie unserer
Räuchermischung Hausreinigung hat Alant (
Inula helenium) eine lange Tradition. Die
getrockneten Wurzeln der Pflanze werden verräuchert, um Wärme und Licht ins Haus zu holen. Der warm und süßlich-würzig duftende Alant sorgt für gute Stimmung und wirkt
wohltuend gegen den Winterblues. Ebenso kommt er zur Sommer- und Wintersonnenwende sowie an Mariä Himmelfahrt zur Anwendung.
Copal
Der Begriff
Copal umfasst die aromatischen
Harze verschiedener Laub- und Nadelbäume, die vorrangig in Mittel- und Südamerika sowie in Teilen Asiens beheimatet sind. Im Volksglauben der Azteken galt Copal als heilig und sollte
vor dem Bösen schützen. Am bekanntesten sind der weiße Copal (Copal Blanco) sowie der
goldene Copal (Copal Oro). Diese Harze eignen sich unter anderem hervorragend für Hausräucherungen. Der leicht weihrauchartig duftende weiße Copal gilt als
reinigend und schützend. Dem warmen goldenen Copal werden
herzöffnende Eigenschaften nachgesagt.
Dammar
Der Name „Dammar“ kommt aus dem Malaiischen und wird üblicherweise mit
„Licht“ übersetzt. Das Räucherharz wird aus verschiedenen Laubbäumen Südostasiens gewonnen und erzeugt beim Verräuchern eine
helle, klare und positiv stimmende Atmosphäre. Sein feiner, leicht ätherischer und zitronenartiger Duft beruhigt das Gemüt und verleiht neue Energie.
Fichte
Vor allem das
harte Harz der Fichte (
Picea abies) wird an Imbolc verräuchert. In der Alpenregion diente Fichtenharz, teils mit Kiefernharz vermischt, früher als Ersatz für Weihrauch und erhielt deshalb den Beinamen „Waldweihrauch“. Beim Räuchern verströmt es einen
warmen, balsamischen und würzigen Duft. Dem aufsteigenden Rauch wird nachgesagt, tief sitzende, alte Schmerzen an die Oberfläche zu bringen. Er soll
reinigende und beruhigende Eigenschaften besitzen und die innere Klarheit fördern.
Salbei
Schon zu keltischer Zeit war Salbei für seine große Kraft bekannt. Heute wird das
getrocknete Kraut der Pflanze gerne für Hausräucherungen verwendet. Der krautig-aromatisch, würzig und leicht harzig duftende Rauch gilt als
klärend und reinigend. Salbei ist ferner dafür bekannt, dass er unangenehme Küchengerüche vertreibt und – beispielsweise in Krankenzimmern – für
neue Frische sorgt.
Thymian
Seit der Antike dienen verschiedene Thymian-Arten als beliebtes Räucherwerk. Im
Alpenraum verbreitet ist der Breitblättrige Thymian (
Thymus pulegioides), der wie der Echte Thymian (
Thymus vulgaris) oftmals für Räucherungen genutzt wird. Zum Einsatz kommt das
getrocknete Kraut, das beim Verräuchern einen warmen, krautig-würzigen Duft entfaltet. Thymian wird eine
starke Reinigungsfunktion zugeschrieben. Daher ist er neben Salbei und Fichtenharz in unserer
Reinigenden Räuchermischung enthalten, die sich ideal für die
Hausreinigung sowie für
Neuanfänge eignet.
Weihrauch
Das feste Harz verschiedener Boswellia-Arten ist bekannt für seinen typisch
balsamischen und zugleich frischen Duft. Als traditionelles Räucherwerk wird
Weihrauch wegen seiner reinigenden und segnenden Wirkung geschätzt und bietet sich folglich für Anlässen wie Imbolc, Yule oder Ostara an. Er ist außerdem
Bestandteil vieler wohlduftender Räuchermischungen, beispielsweise ist er in unserer
Räuchermischung Glücksgefühle enthalten.
Weißer Salbei
Zum Räuchern nutzt man üblicherweise das
getrocknete Kraut des Weißen Salbei (
Salvia apiana), das meist in
Bündeln, sogenannten Smudgesticks, erhältlich ist. Besonders verbreitet ist seine Verwendung bei Reinigungszeremonien, bei Umzügen sowie im Rahmen des energetischen Frühjahrsputzes. Der
würzig-aromatische und zugleich frische Duft gilt als reinigend, schützend und klärend. Ihm wird nachgesagt, negative Energien zu vertreiben, die Willenskraft zu stärken und ausgleichend zu wirken. In der Tradition der nordamerikanischen Ureinwohner werden dem
Weißen Salbei zudem
frieden- und heilsbringende Eigenschaften zugeschrieben.
Fazit
Nach den kühlen und dunklen Wintermonaten bietet Imbolc bzw. Lichtmess einen idealen Anlass, um neuen Mut zu fassen und das zurückkehrende Licht sowie den nahenden Frühling bewusst zu begrüßen. Räucherrituale können diese Zeit unterstützend begleiten, Kraft schenken, reinigen und das Vertrauen in neue Anfänge stärken.
Wenn Sie mit dem Räuchern beginnen möchten und noch unsicher sind, finden Sie in unserem
Blog zum Räuchern eine kurze Anleitung.
Räucherkohle,
Räuchermischungen und
Zubehör finden Sie im
KOTTAS Kräuterhaus Online-Shop sowie im KOTTAS Kräuterhaus in Wien.
Quellen
Bader, M. (2023). Räuchern mit heimischen Kräutern: Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis. Goldmann Verlag.
Bernhardt-House, P. A. (2002). Imbolc: A new interpretation. Cosmos, 18, 57–76.
Mikhailova, T. (2013). February 1st in Ireland (Imbolc and/or Lá Fhéile Bride): From Christian saint to pagan goddess. Balkan and Baltic Yearbook of Ethnology and Folklore, 3, 85–98.
Pitz, S. (2015). Heimische Räucherpflanzen: Räucherduft und Ritual im Jahreslauf. AT-Verlag.
Schneider, T. J. (2014). Die Hexe im Zauberspiegel fränkischer Kulturgeschichte. In S. Nomayo (Hrsg.): Die Hexe im Zauberspiegel fränkischer Kulturgeschichte (Schriftenreihe des Städtischen Museums Kitzingen, Band 8), S. 122–131. Sauerbrey, Kitzingen.
Thöni-Kohler, M. (2022). Räuchern in den Alpen: altes Wissen und stärkende Rituale für alle Lebenslagen. Tyrolia-Verlag.
Torma, T. (2002). Imbolc, Candlemas, and The Feast of St Brigit. Cosmos: The Journal of the Traditional Cosmology Society, 18, 77–85.