Ein Interview mit den Expertinnen aus dem Kräuterhaus
Eine Teemischung wirkt oft wie aus einem Guss: stimmig, harmonisch und ausgewogen. Dahinter verbirgt sich jedoch meist ein vielschichtiger Prozess aus Inspiration, Ausprobieren und sorgfältiger Feinarbeit. Zum Tag des Tees erzählen unsere Tee- und Kräuterexpertinnen im KOTTAS Kräuterhaus, wie aus einer Idee ein fertiger Tee wird. Im Interview berichten sie unter anderem, wie neue Kreationen entstehen, welche Rolle Erfahrung und Intuition spielen und welche Kräuter sie persönlich für eigene Mischungen empfehlen würden.
Frau Hanna: Wir versuchen, Teemischungen zu entwickeln, die unsere Kunden ansprechen. Oft entstehen daher Produkte mit Wien-Bezug wie unser Wiener-Wald-Tee oder „Greetings from Vienna“.
Frau Clara: Es gibt auch viel Input von unseren Kunden. Wenn jemand etwas Bestimmtes sucht, versuchen wir, das auch anbieten zu können.
Frau Ilse: Wir beginnen damit schon im Jänner. Die erste Jahreshälfte ist unsere wichtigste Entwicklungsphase. Ab September wird es schwierig, weil das Tagesgeschäft dominiert.
Frau Larissa: Aber wir brainstormen auch das ganze Jahr über.
Frau Ilse: Die Entwicklung neuer Produkte läuft bei uns nebenbei, das ist nicht unsere Haupttätigkeit. Im Durchschnitt würde ich sagen, dass es etwa zwei Monate dauert, bis eine Mischung fertig ist. Aber es gibt eben auch Entwicklungen, die deutlich schneller gehen oder sich über einen längeren Zeitraum ziehen.
Frau Hanna: Die Optik ist sehr wichtig. Man muss dafür sorgen, dass die einzelnen Zutaten nicht auseinanderrieseln, also unten die schweren Teile und oben nur noch die leichten liegen. Was man im Sichtfenster bei den Packungen sieht, muss stimmig sein. Es braucht eine Art Bindeglied, das die Mischung optisch zusammenhält. Was beim Mischen schön aussieht, muss in der Packung nicht immer gut halten.
Frau Clara: Und man hat dabei auch sehr viele Möglichkeiten. Es gibt unzählige Wege, Mischungen zu gestalten, anzupassen oder weiterzuentwickeln. Man ist nie auf eine Richtung festgelegt, sondern kann immer wieder neue Ideen ausprobieren.
Frau Clara: Melisse ist oft eine gute Grundlage. Sie wirkt ausgleichend und sorgt dafür, dass eine Mischung nicht zu intensiv wird. Außerdem hat sie eine leichte, zitronige Note, die viele als angenehm empfinden.
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Frau Larissa: Und tut bewusst etwas für die eigene Gesundheit.