Fehler Nr. 3: Die falsche Dosierung
Häufig unterschätzen Teetrinker*innen, welchen Einfluss die
richtige Dosierung der getrockneten Tee- oder Kräutermischung auf den Geschmack und die Wirkung des Tees hat. Grundsätzlich gilt: Immer die
Zubereitungsempfehlungen auf der Teepackung befolgen!
Ob etwa von einem
Teelöffel oder einem
Esslöffel die Rede ist, kann einen großen Unterschied machen. Bei losem Tee führt eine zu hohe Dosierung oft zu einem
bitteren oder unangenehmen Geschmack, während eine zu geringe Dosierung den Tee
wässrig und wirkungslos macht. Eine Prise auf eine Tasse ist bei Kräutertee jedenfalls zu wenig – wenn eine bestimmte Wirkung gewünscht ist, sollte man sich unbedingt an die
Angaben auf der Verpackung halten.
Die Empfehlungen variieren hierbei je nach Sorte und Anwendungsbereich. Wer unsicher ist, kann auf
Filterbeuteltees zurückgreifen, bei denen die Dosierung bereits optimal abgestimmt ist. Aber Vorsicht: Zudem sollte man unbedingt auf die
Wassermenge achten. Diese bestimmt maßgeblich das
Stärkeverhältnis des Aufgusses.
Fehler Nr. 4: Den Tee mehrmals aufgießen
Natürlich möchte man als Teetrinker*in stets das volle Aroma aus dem Tee herausholen und nichts davon verschwenden. Doch
mehrfaches Aufgießen ist bei den meisten Sorten nicht empfehlenswert. Sie entfalten ihren
Geschmack und ihre
Wirkstoffe nämlich bereits beim ersten Aufguss vollständig.
Eine
Ausnahme bilden Grüne Tees wie der
Sencha,
Bancha oder
Gunpowder. Übrigens gilt auch
Weißer Tee als Grüntee und lässt sich dementsprechend
mehrmals aufgießen.
Bei den genannten Sorten sind mehrere Aufgüsse nicht nur möglich, sondern werden sogar empfohlen – insbesondere, wenn ein
milder Geschmack mit
reduziertem Gehalt an Gerbstoffen und Koffein erwünscht ist. Der zweite Aufguss gilt als ausgesprochen harmonisch und sanft im Geschmack.
Wichtig dabei ist, die
Ziehzeiten bei weiteren Aufgüssen entsprechend der Zubereitungsempfehlung auf der Verpackung zu verkürzen.
Fehler Nr. 5: Den Tee über Nacht stehen lassen und weitertrinken
Viele Tees lassen sich
kalt hervorragend genießen. Wenn Tee allerdings stundenlang bei Zimmertemperatur steht, verliert er deutlich an
Aroma und der Genuss bringt obendrein
gesundheitliche Risiken mit sich. Durch den Kontakt mit Sauerstoff und Wärme verändern sich die Inhaltsstoffe, was häufig zu einem
bitteren, unangenehmen Geschmack führt. Gleichzeitig bietet stehender Tee einen idealen
Nährboden für Keime.
Vor allem
Schwarz- und Grüntees sollten daher stets frisch zubereitet und möglichst zeitnah nach dem Aufgießen getrunken werden. Wer seinen Tee gerne kalt trinkt, sollte ihn
gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb kurzer Zeit noch
am selben Tag genießen. Für Cold Brews sind
Kräuter- und Früchtetees in der Regel die bessere Wahl, da sie geschmacklich robuster sind.
Fehler Nr. 6: Den Tee nicht zugedeckt ziehen lassen
Ein weit verbreiteter Fehler bei der Teezubereitung ist, den Tee
offen ziehen zu lassen. Gerade bei hochwertigen Kräutertees muss die Tasse oder Kanne während der Ziehzeit
unbedingt gut zugedeckt werden. Nur so bleiben wertvolle
flüchtige Inhaltsstoffe wie die in vielen Fällen wirkungsbestimmenden
ätherischen Öle erhalten und können sich optimal entfalten.
Außerdem sorgt die Abdeckung dafür, dass der Tee nicht zu schnell auskühlt. Eine
gleichbleibende Temperatur im Laufe der Ziehzeit ist ausschlaggebend für eine
harmonische Extraktion von Aroma und Wirkstoffen.
Fehler Nr. 7: Zu hartes Wasser
Neben der Wassermenge sind die
Härte und Qualität des Wassers, das bei der Zubereitung von Tee verwendet wird, von erheblicher Bedeutung. Prinzipiell sollte das Wasser, mit dem der Tee zubereitet wird,
so weich wie möglich sein. In vielen Regionen ist das Leitungswasser allerdings sehr hart und enthält hohe Mengen an Calcium- und Magnesiumsalzen. Zwar ist dies
gesundheitlich nicht bedenklich, jedoch können diese Mineralien unter Umständen mit Gerbstoffen und anderen Inhaltsstoffen des Tees reagieren. Das Ergebnis: ein
flacher, stumpfer oder unangenehmer Geschmack sowie ein
öliger Film an der Teeoberfläche.
Wer in einer Region mit hartem Wasser lebt, sollte daher den
Einsatz eines Wasserfilters in Betracht ziehen. Diese machen das Wasser weicher und befreien es von Chlor, Kalk, Bakterien und anderen Zusätzen oder Verunreinigungen. Alternativ kann man auf
stilles, mineralstoffarmes Mineralwasser zurückgreifen. Ideal geeignet ist weiches Wasser mit geringem Mineralgehalt, in dem sich das Aroma des Tees optimal entfalten kann. Es empfiehlt sich darüber hinaus, Wasserkocher, Teekannen und Tassen
regelmäßig zu entkalken, um Ablagerungen zu vermeiden.